21.08.2015

Bin im Häkelfieber .....

Schon im vorigen Jahr habe ich angefangen, eine Granny-Decke zu häkeln. Ist Euch mal aufgefallen, dass auf fast jedem Sofa in amerikanischen Spielfilmen Granny-Decken liegen? Das hat mich inspiriert - und: ich liebe es so bunt wie möglich. Unser Sofa ist aus ganz hellem Leder und da gibt's für mich nur die bunte Variante ;-)

Lange Zeit hatte ich keine Lust zu häkeln, aber vorige Woche habe ich mal wieder angefangen. Dies ist der aktuelle Stand:



Die Wolle kommt von Buttinette und ich habe pro Granny 12 Runden gehäkelt. Es müssen noch einige Knäuel verarbeitet werden bis die Decke unser Sofa verschönern kann ;-)

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Was mich schon länger fasziniert hat, sind die Halfgranny-Tücher. Bisher habe ich mich nicht ran getraut, weil ich immer dachte, die Tücher werden bei der Größe einfach zu schwer. In einer Facebook-Gruppe habe ich erfahren, dass die Tücher mit entsprechend großen Häkelnadeln gehäkelt werden müssen, im Schnitt 1 bis 1/2 stärker als auf der Banderole angegeben ist. Wie war das noch - Versuch macht klug? ;-) Natürlich mußte ich mal wieder was annadeln - gefühlte Nummer 500 in meiner großen UFO-Kiste ;-)


Die Wolle kommt von Wunschgarne und ist die Wunschwicklung Nr. 137 (auf der HP leider nicht zu finden, ich habe den Bobbel über die Wunschgarne-Gruppe bei Facebook bestellt). 
Wenn Ihr bei Facebook seid lohnt es sich, der Wunschgarne-Gruppe beizutreten. Hier sind bei den Fotos alle verfügbaren Farben abgebildet und man kann sich jede beliebige Farbzusammenstellung auf Wunsch wickeln lassen (bis zu 1.000 m Lauflänge). Nur etwas Geduld muss mitgebracht werden, der Versand dauert ein paar Tage. Aber das Warten lohnt sich!!

Und zum Schluß - als Wochenend-Gruß ;-) - gibt es natürlich noch die Anleitung zum Halfgranny:

Abkürzungen:
LM = Luftmasche
Stb = Stäbchen

5 Maschen anschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring schließen
(alternativ kann auch mit dem Magic-Ring gearbeitet werden)
Für die 1. Reihe werden in den Ring gehäkelt:
1. R.: 4 LM, 3 Stb, 3 LM, 3 Stb, 1 LM, 1 Stb - wenden
2. R.: 4 LM, 3 Stb, 1 LM, 3 Stb, 3 LM, 3 Stb (das ist die Mitte), 1 LM, 3 Stb, 1 LM, 1 Stb - wenden
Die 2. R. immer wiederholen, durch die zusätzliche LM und das Stb am Rand wird das Tuch größer.

Und nun wünsche ich Euch frohes sträkeln und ein traum-zauberhaft schönes Wochenende ♥

09.08.2015

Mich hat heute der Ehrgeiz gepackt! In meiner Wollkiste lagen noch diverse UFO's (unfertige Objekte) und zwei davon sind nun endlich fertig. 

Mein erstes Landlust-Tuch habe ich gestrickt - es heißt so, weil die Anleitung dazu in 2011 oder 2012 in der Zeitschrift "Landlust" veröffentlicht wurde. Da die Anleitung überall im www frei verfügbar ist, habe ich sie unter dem Foto für Euch notiert.



Was Ihr zum stricken von einem Landlust-Tuch auf jeden Fall benötigt, sind Nadeln in unterschiedlicher Stärke. Einmal die Stärke, mit der die Wolle normalerweise verarbeitet wird, und eine Nadel mindestens doppelt so dick. Ich habe hier eine Nadel 3,5 und eine Nadel 7 verwendet. Hier empfiehlt sich das Schraubsystem von KnitPro, weil ihr nicht mit zwei einzelnen Nadeln arbeiten müsst. Die Anschaffung ist nicht gerade günstig, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Ich stricke seit vielen Jahren damit und möchte meine Nadeln nicht missen. Es gibt auch ein Stecksystem von addi, damit habe ich allerdings keine Erfahrung.


Die Anleitung ist ganz kurz und knapp erklärt:

Es werden 3 Maschen mit der dickeren Nadel angeschlagen. Am Rand werden in JEDER Reihe die Maschen verdoppelt (kfb). Nun werden abwechselnd 1 Masche links und 1 Masche rechts verschränkt gestrickt (Rippenmuster). Durch die unterschiedlichen Nadelstärken ergibt sich das schöne Muster. Und nun strickt Ihr so lange, bis das Tuch groß genug ist oder so lange die Wolle reicht. Abgekettet wird mit der dickeren Nadel und zwar elastisch und sehr locker: 2 Maschen stricken, beide Maschen zurück auf die linke Nadel und zusammen rechts verschränkt abstricken. Das gibt einen schönen elastischen Abschluss.

Bei meinem Tuch habe ich mit der Meilenweit Magico II von Lana Grossa gearbeitet - Lauflänge beträgt ca. 420 m bei 100 g. Ich habe noch Quasten für die Ecken angefertigt und habe trotzdem noch ca. 1/4 des Garns übrig. Allerdings habe ich an den Rändern ab der 10. Reihe jeweils 2 Zunahmen am Rand gearbeitet, weil ich ein breiteres und nicht ganz so tiefes Tuch haben wollte.

Und meine "Jasminde" ist endlich fertig. Dieses Tuch hat mich reichlich Nerven gekostet. Immer wieder musste ich zwischendurch Reihen auftrennen, zurückstricken, Maschen wieder aufsammeln, die ich verloren hatte usw. Oftmals habe ich das Teil in die Ecke geworfen, weil ich keine Lust mehr hatte. Bin so froh, dass es endlich geschafft ist ;-) 
Die Anleitung kommt von Martina Behm und kann hier käuflich erworben werden. Für das Tuch habe ich Wolle von Lady Dee verwendet, und zwar die "Reine Unschuld".



Weil heute Sonntag ist, gibt es noch ein schönes Strickmuster für Euch ;-)



Habe mit dicken Nadeln und dickem Garn gestrickt, damit man es gut erkennen kann. Die Anleitung ist denkbar einfach:

Ihr benötigt eine Maschenzahl die teilbar ist durch 8 + 2 Randmaschen. Gestrickt wird wie folgt (die Randmaschen sind nicht aufgeführt!):

01. Reihe: [4 Maschen rechts, 4 Maschen links] wiederholen bis Reihen-Ende
02. Reihe: Maschen stricken wie sie erscheinen
03. Reihe: [4 Maschen rechts, 4 Maschen links] wiederholen bis Reihen-Ende
04. Reihe: Maschen stricken wie sie erscheinen
05. Reihe: rechte Maschen
06. Reihe: linke Maschen
07. Reihe: rechte Maschen
08. Reihe: linke Maschen
09. Reihe: [4 Maschen links, 4 Maschen rechts] wiederholen bis Reihen-Ende
10. Reihe: Maschen stricken wie sie erscheinen
11. Reihe: [4 Maschen links, 4 Maschen rechts] wiederholen bis Reihen-Ende
12. Reihe: Maschen stricken wie sie erscheinen
13. Reihe: rechte Maschen
14. Reihe: linke Maschen
15. Reihe: rechte Maschen
16. Reihe: linke Maschen
- ab 1. Reihe wiederholen -

Verwendet man dünneres Garn mit entsprechender Nadel zieht sich das Ganze etwas zusammen und es entsteht ein plastisches Rechts-Links-Muster:


Viel Spaß beim nacharbeiten und einen schönen Sonntag :-)

Tipps zur Resteverwertung - Teil II

Man kann noch mehr mit Resten anstellen ;-) Kennt Ihr noch die "Strickliesel"? Als Kind habe ich sie mal geschenkt bekommen und ich erinnere mich gut daran, dass ich mich stundenlang damit beschäftigen konnte und unendlich lange Schnüre gestrickt habe. Irgendwann im letzten Jahr fand ich das kleine Holzpüppchen in meinem Strickkorb wieder. Inzwischen hatte sich schon einiges an Resten angesammelt und zunächst strickte ich Schnüre, um sie als Träger an meinen gehäkelten Taschen zu befestigen.

Beim surfen im www fand ich auf einer Seite eine ganz andere Idee: Die Schnüre kann man auch zu einem Teppich verhäkeln! Nun sind die Schnüre ja nicht gerade dünn und bei der 12er Häkelnadel dachte ich, ich habe einen Baumstamm in der Hand (vor allem wenn man grad vorher mit einer 2er Nadel gestrickt hat). Aber es funktioniert. Ist natürlich ein reines Geduldsspiel, es dauert seine Zeit, bis man die Schnüre gestrickt hat und das häkeln verursacht schonmal Krämpfe in den Fingern. Es gibt auch mechanische Strickmühlen - z.B. bei amazon, aber irgendwie hätte das bei mir nichts mehr mit Handarbeit zu tun. Außerdem habe ich zu viele negative Bewertungen gelesen. Also bleibe ich bei meiner Strickliesel ;-)
Bei Buttinette gibt es übrigens eine kleine Auswahl an Stricklieseln, wahlweise für 4, 6 oder 8 Maschen.

Momentan sieht mein Teppich so aus: 



Tipps zur Resteverwertung - Teil I

Wer viel sträkelt, der kennt das: Reste, Reste und nochmals Reste. Bei mir lagern sie inzwischen in 2 großen Kartons, sortiert nach Nadelstärke. Doch was macht man damit? Bei Facebook gibt es eine ganz tolle Gruppe: Wollreste-Verarbeitung °Ideen-Tipps-Anleitungen°
Das ist ein wahre Fundgrube für alles mögliche. Ich bin immer wieder erstaunt, auf welche Ideen die Leute so kommen: Da gibt es gestrickte Mini-Strümpfe als Schlüsselanhänger, kleine Baby-Schühchen, Decken, Kissen usw. - die Liste ist endlos lang und gut!

Und genau aus dieser Gruppe habe ich auch meine Idee für die 10-Maschen-Decke. Die Original-Anleitung gibt es bei Ravelry (doch leider nur in englisch). Eine deutsche Übersetzung könnt Ihr hier finden. Anfangs hat mich diese Anleitung erschlagen, ich fand sie unübersichtlich, kompliziert und wollte schon aufgeben. Aber meine Finger wollten unbedingt an die Nadeln, also habe ich mir die unwesentlichen Anmerkungen herausgefiltert und mich auf die eigentliche Anleitung konzentriert. Maschen angeschlagen und los gings. Nach der 2. Ecke ein Kinderspiel! Wirklich wichtig ist, dass an den äußeren Seiten ein Kettrand gearbeitet wird, damit man die Maschen gut aufnehmen kann. In den Ecken wird wieder mit Wickelmaschen gearbeitet - bei youtube gibt es einige Videos dazu und in meinem Blog findet ihr auch ein kleines Foto-Tutorial.

Letzte Nacht habe ich mal wieder ein wenig an meiner 10-Maschen-Decke gestrickt - momentan sieht sie so aus:


Es liegt noch viel Arbeit vor mir ;-)



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