17.08.2017

Spontan verliebt

Manchmal verliebe ich mich ganz spontan - in ein Tuch, ein Muster oder beides. So erging es mir kürzlich z.B. mit dem wunderschönen FANCY MEE von Fritzi Creativ (die Anleitung findet ihr hier). Hier lag es definitiv an den Farben - genau mein Ding! So habe ich dann auch gleich die in der Anleitung angegebene Wolle - Summer Lace von Lana Grossa - gekauft.


"Summer Lace" besteht zu 97 % aus Baumwolle und 3 % Polyester, als Lauflänge werden 195 Meter auf 50 g angegeben. Nadelstärke wird mit 3 - 3,5 empfohlen. Den Preis von 5,95 € finde ich vollkommen okay.



Mit dem anstricken wird es allerdings noch etwas dauern, da ich gemeinsam mit einer Instagram-Freundin losstricken werde Anfang September.

Genauso verliebt habe ich mich in "Shades of Merino Cotton" von Lana Grossa (Wolle und Anleitung findet ihr hier). Nachdem ich zufällig auf der HP von Lana Grossa das wunderschöne Dreiecktuch passend zur Wolle gesehen hatte, war es um mich geschehen :-) Nur bei der Farbe war ich mir nicht sicher, die Auswahl machte die Entscheidung aber auch wirklich schwer. Erstmal habe ich mich für die Farb-Variante Jeans/Braun/Taubenblau/Rosé entschieden. Ich hoffe sehr, dass es die Wolle noch länger gibt, denn ich würde gerne noch weitere Varianten auch für andere Projekte kaufen. Die Wolle ist allerdings mit einem Preis von 24,95 € nicht gerade ein Schnäppchen.

"Shades of Merino Cotton" besteht aus 50 % Baumwolle und 50 % Schurwolle und ist vierfädig (nicht verzwirnt!). Das Knäuel hat 200 g und eine Lauflänge von ca. 760 Metern. Als Nadelstärke wird 4 - 4,5 angegeben. Die Wolle ist sehr weich und griffig und trotz des BW-Anteils sehr leicht. 


Ich konnte es auch mal wieder nicht lassen und musste gleich an dem Tag, als die Wolle hier ankam, losstricken. Sehr weit bin ich aber noch nicht und erstmal ruht das Tuch auch wieder. Das Muster besteht nur aus rechten und linken Maschen und ist sehr einfach zu stricken. Wie in der Anleitung angegeben strickte ich mit NS 4.


Ein weiteres Projekt, in das ich mich schon vor einiger Zeit verliebt habe, ist das Sternkissen von Gudrun Ohle (die Anleitung findet ihr hier). Nachdem ich die ersten Fotos in diversen FB-Gruppen und bei Instagram gesehen hatte, war ich hellauf begeistert. Natürlich mußte ich das auch sofort ausprobieren - und war zutiefst enttäuscht! Das Sternkissen wird nämlich mit 6 Nadeln gestrickt und diese konnte ich einfach nicht bändigen. Ich erinnerte mich dabei an die Zeit, als ich versuchte Socken zu stricken und auch mit den Nadeln nicht zurecht kam. Irgendwann hatte ich den Versuch Sternkissen aufgegeben, es blieb aber in meinem Hinterkopf. Nach ein paar Wochen (nachdem immer mehr Fotos von Sternkissen auftauchten) habe ich es erfolglos wieder versucht. Ganz schön frustierend und immer wieder dachte ich mir, dass ich doch so blöd gar nicht sein kann. Schließlich habe ich es ja auch irgendwann geschafft, die 5 Sockennadeln in den Griff zu bekommen..

Zufällig entdeckte ich letzte Tage bei einer Instagram-Freundin wieder ein Sternkissen (ihr 7.!!) und erneuter Frust machte sich breit. Ich schrieb ihr einen Kommentar, wie toll ich ihre Kissen finde und dass ich anscheinend zu blöd dazu bin. 

Während ich weiter an meinen Socken gewerkelt habe, kam mir plötzlich die rettende Idee - ich habe doch die ganz kurzen 10 cm Nadelspiele von KnitPro. Also fix in den Stash abgetaucht, passende Wolle rausgesucht und losgelegt. Und was soll ich sagen? Es funktioniert! Es sind erst wenige Runden gestrickt, nach weiteren 2 bis 3 Zunahme-Runden kann ich dann auf ein 15 cm Nadelspiel und später auf eine Rundstricknadel wechseln.

  

06.08.2017

Mr. Ribbler

Kennt ihr das: Man werkelt an einem Strick- oder Häkel-Stück und ab einem gewissen Moment denkt man, dass man das eigentlich aufribbeln möchte. ABER: Man arbeitet weiter und weiter ... Irgendwann ist es dann soweit und Mr. Ribbler kommt :-) Alle Arbeit umsonst und letztendlich ärgert man sich, dass man nicht doch schon viel früher geribbelt hat.

So ging es mir bei dem angefangenen Häkelstück .... Ein Kissenbezug für's Sofa sollte es werden, was ich zunächst gestrickt, dann geribbelt und gehäkelt habe. Gearbeitet hatte ich mit doppelfädiger Sockenwolle. Nach etwa 30 cm Höhe stellte ich fest, dass das Stück doch recht kratzig ist, wenn man sich mit seinem Gesicht darauf legt. Naja, dachte ich, ich kann das gute Stück ja in ein Lanolin-Bad legen, dann wird's weicher. Aber mit jeder Reihe, die ich gehäkelt habe, gefiel es mir weniger. Nach fast 60 cm hat es mich dann gepackt und ich habe alles wieder geribbelt.

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Vor einiger Zeit hatte ich mir Sockenwolle zum selbst färben und einige Tütchen Kool Aid Getränkepulver gekauft (gibt es z.B. hier). Letzte Woche habe ich mich im Keller ans färben begeben. In meiner Küche wollte ich das nicht unbedingt ausprobieren, weil ich gelesen hatte, dass Kool Aid sehr stark färbt und man auch auf jeden Fall mit Handschuhen arbeiten sollte. In meiner Keller-Küche wäre es nicht ganz so dramatisch, wenn etwas daneben gebt. Und eine Mikrowelle (zum fixieren) hatte ich mir erst kürzlich bei meinen Eltern abgeholt, weil sie diese ausrangiert hatten. Das färben war nicht ganz so einfach wie ich dachte, aber das Ergebnis gefällt mir sehr gut.


Jetzt bleibt natürlich noch abzuwarten, wie die gestrickten Socken aussehen.

Inzwischen habe ich mich aber auch etwas intensiver mit dem Thema "Säurefarben" (z.B. von Ashford) beschäftigt. Das werde ich im Herbst/Winter mal angehen. Übrigens habe ich im Zusammenhang mit der Suche nach Ashford-Farben ein ganz entzückendes Woll-Geschäft entdeckt, das gar nicht sooo weit entfernt ist und dem ich in absehbarer Zeit auf jeden Fall einen Besuch abstatten werde. Schaut doch man rein bei der Kerpener Spinnstube.

Apropos Socken - da sind auch wieder 2 Paar fertig geworden.

Ein Paar gab es für mich aus einem wunderschönen handgefärbten Strang von "made-by-mabeluk" (den DaWanda-Shop findet ihr hier). Natürlich ist noch etwas übrig geblieben, so dass ich davon noch ein Paar Kindersocken für die Spendenkiste stricken kann.


Auch Schatzi hat ein Paar neue Socken bekommen aus einem Crazy Zauberball namens "Zimtschnecke". Den hatte ich eigentlich für mich gekauft, aber die dunklen Farben passten dann doch eher zu Herren-Socken und Schatzi hat's gefreut ;-) Das Muster heißt "Zehn plus Vier" und kann auf der Seite von Stricksocken für RheinBerg e.V. heruntergeladen werden. Ein ganz tolles Muster, dass ich auch nicht zum letzten Mal gestrickt habe ...


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